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KI im Klassenzimmer: Lernen wir noch – oder lassen wir denken?

Warum künstliche Intelligenz für Schüler Chance und Risiko ist

Ein Einordnungsartikel für Lehrer:innen und Eltern

Einleitung: Zwischen Euphorie und Sorge

Künstliche Intelligenz ist längst im Schulalltag angekommen. Schüler nutzen Tools wie ChatGPT, um Hausaufgaben zu erledigen, Texte zusammenzufassen oder Antworten auf komplexe Fragen zu erhalten – oft in Sekundenschnelle.

Was für Erwachsene nach effizienter Unterstützung klingt, bereitet vielen Lehrer:innen und Eltern zunehmend Sorgen.

Ein viel beachteter Artikel des Wirtschaftsmagazins Fortune greift genau diese Bedenken auf und bezieht sich auf eine neue Studie der Brookings Institution. Der drastische Begriff, den befragte Lehrkräfte verwenden, lautet:

„KI ist kognitives Fast Food für Schüler.“

Doch was steckt wirklich dahinter?

Die zentrale These der Brookings-Studie

Die Brookings Institution veröffentlichte Anfang 2026 eine umfangreiche Analyse zur Rolle von KI im Bildungsbereich.

Der Titel des Berichts lautet:

„A New Direction for Students in an AI World: Prosper, Prepare, Protect“

🔗 Originalstudie (englisch):

🔗 Fortune-Artikel zur Studie:

https://fortune.com/2026/01/15/ai-brainrot-students-brookings-study-cheating-high-school-fast-food

Kernaussage:

Das größte Risiko von KI im Bildungsbereich ist nicht Betrug an sich, sondern die Vermeidung kognitiver Anstrengung – genau dort, wo Lernen eigentlich stattfindet.

Von „Schummeln kostet Mühe“ zu „Denken per Knopfdruck“

Die Studie beschreibt einen entscheidenden Unterschied zu früheren Formen des Schummelns:
Früher musste ein Schüler aktiv werden: abschreiben, recherchieren, jemanden bitten. Heute genügt ein einziger Schritt: Prompt eingeben → Antwort kopieren → fertig.

Diese Reibungslosigkeit führt laut Brookings zu einer „kognitiven Entkopplung“:

Schüler geben Ergebnisse ab, ohne die zugrunde liegenden Denkprozesse jemals durchlaufen zu haben.

Eine befragte Lehrkraft formuliert es drastisch:

„Schüler können nicht mehr schlussfolgern. Sie können nicht denken. Sie können keine Probleme lösen.“

KI als „Fast Food“ für das Gehirn

Der Vergleich mit Fast Food ist bewusst gewählt: Schnell verfügbar Kurzfristig befriedigend Kaum nachhaltiger Nährwert

Übertragen auf Lernen bedeutet das: Texte werden zusammengefasst, ohne gelesen zu werden Argumentationen entstehen, ohne verstanden zu sein Aufsätze wirken korrekt, aber gedanklich leer

Die Studie spricht hier von: kognitiver Verschuldung mentaler Atrophie Abhängigkeit von externen Denkprothesen

Besonders betroffen: Lesen, Schreiben, Durchhalten

📖 Lesen

Viele Lehrer berichten:

„Die Schüler sagen nicht mehr: Ich lese nicht gern – sondern: Ich kann das nicht, es ist zu lang.“

Längere Texte überfordern zunehmend, da KI das Aushalten von Komplexität ersetzt.

✍️ Schreiben

KI-Texte sind oft: sprachlich korrekt strukturiert aber auffallend gleichförmig

Die Studie zeigt: Menschliche Texte enthalten mehr originelle Gedanken, Brüche, Perspektivenwechsel – also genau das, was Bildung fördern sollte.

Ein neuer Aspekt: KI als emotionaler Ersatz. Ein besonders sensibler Punkt der Studie betrifft den sozial-emotionalen Bereich. Ein Teil der Jugendlichen nutzt KI-Chatbots nicht nur zum Lernen, sondern als: Gesprächspartner emotionalen Begleiter „jemanden, der immer zuhört“. Manche Teenager verbringen laut Studie bis zu 100 Minuten täglich mit KI-Chatbots. Die Forscher sprechen hier von „künstlicher Intimität“: simuliert Nähe verlangt keine echte Beziehung ersetzt Empathie durch Berechenbarkeit

Das kann – vor allem langfristig – die Entwicklung realer sozialer Kompetenzen beeinträchtigen. Wichtige Differenzierung: KI ist nicht per se das Problem

Die Brookings-Studie betont ausdrücklich:

Die Risiken entstehen nicht durch die Technologie selbst, sondern durch ihre Nutzung.

KI kann ein wertvolles Werkzeug sein, wenn: Grundlagen bereits vorhanden sind Denken begleitet, nicht ersetzt wird Reflexion eingefordert wird

Drei Leitlinien für Schule und Elternhaus

Die Studie schlägt einen klaren Rahmen vor:

1️⃣ Prosper – sinnvoll einsetzen

KI als Werkzeug für Übung, Feedback, Inspiration nicht als Ersatz für Lesen, Denken, Schreiben

2️⃣ Prepare – Kompetenzen aufbauen

KI-Kompetenz vermitteln über Chancen und Grenzen sprechen Schüler lernen lassen, wann KI sinnvoll ist – und wann nicht

3️⃣ Protect – schützen

klare Regeln für KI-Nutzung Schutz der emotionalen Entwicklung Förderung echter Beziehungen und Dialoge

Fazit: Bildung braucht Reibung

Lernen ist kein effizienter Prozess – und das ist gut so. Frustration, Nachdenken, Wiederholen, Scheitern und Verstehen gehören untrennbar dazu. KI kann unterstützen, aber Denken darf nicht ausgelagert werden.

Für Lehrer:innen und Eltern bedeutet das: nicht verbieten, sondern begleiten nicht verteufeln, sondern einordnen nicht Technik ersetzen lassen, was Menschliches ist.

Quellen & weiterführende Links

Brookings Institution – Originalstudie: https://www.brookings.edu/articles/a-new-direction-for-students-in-an-ai-world-prosper-prepare-protect/ Fortune – Zusammenfassender Artikel: https://fortune.com/2026/01/15/ai-brainrot-students-brookings-study-cheating-high-school-fast-food/

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Meine 10 KI-Favoriten von 2025: Ein Blick in meine digitale Werkzeugkiste


von Mario Engel (Dezember 2025)

2025 geht zu Ende, und es war erneut ein Jahr, in dem künstliche Intelligenz nicht nur besser, sondern vor allem alltagstauglicher geworden ist. KI ist für mich längst kein Spielzeug mehr, sondern eine Werkzeugkiste aus spezialisierten Assistenten: für Wissen, Recherche, Lernen, Design, Entwicklung, Video, Musik und visuelle Optimierung.

Hier sind die 10 KI-Tools, die ich 2025 tatsächlich regelmäßig genutzt habe, inklusive direkter Links. Zu manch dieser Tools habe ich bezahlte Zugänge, denn die Pro-Versionen machen oft den entscheidenden Unterschied.

NotebookLM – Der intelligente Notizbuch-Assistent

Hauptfunktion: Eigene Dokumente erkunden, strukturieren und weiterverarbeiten Link: https://notebooklm.google/

NotebookLM ist mein Lieblingswerkzeug, wenn es darum geht, aus PDFs, Docs, Webseiten und Co. eine brauchbare Wissensbasis zu machen und daraus direkt Arbeitsmaterial zu erzeugen. Pro Notebook sind bis zu 50 Quellen möglich. (300 mit Pro Account)

Neu im Dezember 2025: Data Tables. NotebookLM kann Informationen aus Quellen automatisch als Datentabellen extrahieren und zum Beispiel Richtung Google Sheets weitergeben.

Meine Erfahrung: Die Infografiken sind hervorragend und lassen sich im Stil sehr individuell anpassen, man muss es nur richtig prompten. Besonders praktisch: NotebookLM kann komplette YouTube-Videos analysieren und aufbereiten.

Claude – Projektmanager und App-Baukasten

Hauptfunktion: Komplexe Projektarbeit plus schnelle Mini-Apps und Tools Link: https://claude.ai/

Claude ist für mich der bevorzugte Assistent für Aufgaben, die nicht in einem Prompt erledigt sind. Mit Artifacts lassen sich Ideen direkt in nutzbare Inhalte und kleine Tools verwandeln (Code, Visuals, Mini-Apps). Für Projektarbeit ist außerdem Projects praktisch, weil man Kontext und Material gebündelt halten kann.

Meine Erfahrung: Meistens sehr stark, manchmal schwächer, je nach aktuell zur Verfügung gestellter Rechenleistung. Man muss ein Gefühl dafür entwickeln, ob es gerade passt. Die Leistung ist leider nicht konstant. Beim Programmieren mit Opus 4.5 aber herausragend, besonders weil Claude Readme-Dateien perfekt versteht und den Projektkontext sauber erfasst.

Kimi.ai – Der Langdokument-Spezialist aus China

Hauptfunktion: Sehr lange Inhalte analysieren, zusammenfassen, strukturieren Link: https://www.kimi.com/en

Kimi nutze ich dann, wenn ich wirklich tief in umfangreiche Inhalte muss. Moonshot AI positioniert Kimi explizit als Assistent für lange Texte und intensive Denkarbeit.

Meine Erfahrung: Diese chinesische KI glänzt besonders in Kombination mit langen, detaillierten Prompts. Wer sich die Mühe macht, solide und ausführliche Anweisungen zu schreiben, wird mit präzisen Ergebnissen belohnt.

Perplexity – Der Briefing-Assistent

Hauptfunktion: Schnelle Recherche mit verifizierbaren Quellen Link: https://www.perplexity.ai/

Perplexity ist für mich die beste Abkürzung, um mich in neue Themen einzuarbeiten: kompakte Zusammenfassungen plus Zitate und Quellen, damit man sofort nachprüfen und vertiefen kann.

Meine Erfahrung: Die Pro-Version war bei PayPal für ein Jahr gratis dabei, ein netter Bonus. Ehrlich gesagt sticht Perplexity für mich nicht besonders heraus, es macht seinen Job solide, aber ohne Wow-Effekt.

Gemini – Der geduldige Tutor

Hauptfunktion: Lernen, Verstehen, visuelle Wissensvermittlung Link: https://gemini.google/

Gemini nutze ich gern im Lehrer-Modus. Guided Learning ist darauf ausgelegt, Verständnis aufzubauen, mit Rückfragen, Schritt-für-Schritt-Erklärungen und sogar Quiz-Elementen.

Für Visuals erwähnenswert: Nano Banana Pro (Geminis Bildmodell) mit Fokus auf präzisere Kontrolle, besseres Text-Rendering und professionellere Outputs.

Meine Erfahrung: Google hat 2025 das Comeback an die Spitze geschafft, und das ohne Nvidia-Prozessoren. Google setzt konsequent auf eigene Hardware (TPUs). Die Oberfläche ist nicht immer übersichtlich, und mit NotebookLM ist Google gleich doppelt in dieser Liste vertreten, was für die Qualität des Ökosystems spricht.

HeyGen – Der Video-Avatar-Generator

Hauptfunktion: Videos generieren, übersetzen, personalisieren ohne Kamera Link: https://www.heygen.com/

HeyGen ist mein Shortcut für Video-Output: Skript rein, Avatar-Video raus. HeyGen ist eine Video-Plattform zum Erstellen, Übersetzen und Personalisieren von Videos in großem Stil, ohne Kamera-Setup.

Meine Erfahrung: Die Vertonung ist erstklassig, die Videos sehen professionell aus. Nicht billig, aber die Leistung rechtfertigt den Preis.

Cursor – Der KI-Co-Programmierer

Hauptfunktion: KI direkt im Code-Editor für schnelleres Bauen und Refactoring Link: https://cursor.com/

Cursor fühlt sich 2025 für mich wie ein Entwickler im Team an: KI-Unterstützung direkt im Editor, inklusive Codebase-Kontext, um Änderungen nicht nur lokal, sondern strukturell sauber umzusetzen.

Meine Erfahrung: Einfach unglaublich. Cursor schreibt mir komplette Programme auf Zuruf um. Der Haken: Es frisst Tokens wie ein Hund Salami, viel zu schnell. Mein Workaround: Ich kopiere größere Aufträge oft heraus und bearbeite sie in ChatGPT oder Claude weiter, dort gibt es weniger teure Token-Engpässe.

Canva – Der visuelle Allrounder

Hauptfunktion: Design, Social Media, Handouts, Slides, Kurz-Assets schnell und konsistent Link: https://www.canva.com/

Canva ist 2025 deutlich mehr als Templates: Mit Magic Studio, Magic Design und den KI-Features lassen sich Entwürfe extrem schnell erzeugen und sofort weiterverfeinern.

Meine Erfahrung: Die Australier knabbern ernsthaft an Adobes Vorherrschaft. Ein tolles, solides Grafikprogramm, das ich fast täglich brauche. Für schnelle, professionelle Ergebnisse gibt es kaum eine bessere Lösung.

Suno – Der Musik-Generator

Hauptfunktion: Songs und Beats aus Textideen, schnell als Demo oder fertiger Track Link: https://suno.com/

Suno ist mein Tool, wenn aus einer Idee in Minuten ein hörbares Ergebnis werden soll: Skizzen, Intros, Stil-Experimente, Hooks, ohne Instrumente, ohne DAW-Setup. Suno macht es möglich, in Sekunden originale Musik zu erschaffen.

Meine Erfahrung: Für mich ist Suno ein Freizeitprojekt geworden. Als DJ SLEXIA bin ich damit sogar auf Spotify vertreten: https://open.spotify.com/artist/2FZw3os3s4TdThlOFAEuQA – Studioqualität ohne Studio, Musik ohne Musikinstrumente und Gesang, ohne einen Ton selbst zu singen. Was muss ich mehr sagen?

ChatGPT – Der Alleskönner (Visual Update 2025)

Hauptfunktion: Universeller Assistent plus deutlich stärker bei Bild-Erstellung und Bild-Bearbeitung Link: https://chat.openai.com/

Mit dem neuen Images-Update (GPT Image 1.5) ist Bildgenerierung und Bildbearbeitung spürbar professioneller geworden: präzisere Edits, bessere Detail-Konsistenz, schnelleres Generieren, plus eine neue Images-Fläche in ChatGPT.

Meine Erfahrung: Im Dezember hat sich ChatGPT mit Version 5.2 wieder an die Spitze gesetzt. Zum Programmieren in Cursor ist es mir zu teuer, ein einzelnes Bild über die API kostet 50 Cent. Aber direkt im Browser ist ChatGPT extrem praktisch und wirklich hilfreich für den täglichen Einsatz.

Fazit

2025 zeigt sehr deutlich: KI-Tools sind nicht mehr nur Chatbots, sondern spezialisierte Assistenten. Für mich funktioniert das am besten als Kombination:

Wissen und Quellen: NotebookLM

Projektarbeit und Apps bauen: Claude, Cursor

Recherche und Überblick: Perplexity, Kimi

Lernen und Visuals: Gemini, ChatGPT

Produktion (Video/Design/Musik): HeyGen, Canva, Suno

Die größte Wirkung entsteht nicht durch das eine Tool, sondern durch die richtige Werkzeugkette.

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Die 30-Sekunden-Challenge: Warum Ihre Schule SOFORT eine KI-Richtlinie braucht!


Stopp! Bevor Sie weiterlesen: Die ultimative 30-Sekunden-Challenge

Frage: Hat Ihre Schule bereits eine KI-Richtlinie?

Ticktack… ticktack… 30 Sekunden vorbei?

Falls Sie immer noch überlegen, googeln oder „Äh, ich glaub schon?“ murmeln, dann haben wir ein Problem. Ein ziemlich großes sogar.

Houston, wir haben ein Problem!

Während Ihre Schüler längst mit ChatGPT ihre Hausübungen „optimieren“, Bilder mit Midjourney generieren und sich von DeepL beim Englisch-Essay helfen lassen, diskutieren wir Pädagogen noch immer darüber, ob KI nun Teufelszeug oder Wundermittel ist.

Die Realität? Künstliche Intelligenz ist bereits in unseren Klassenzimmern angekommen – mit oder ohne uns. Die Frage ist nicht mehr OB, sondern WIE wir damit umgehen.

Von Texas nach Österreich: Eine Richtlinie macht Schule

Als ich vor kurzem auf Mike Whitakers Arbeit „The AI Policy I Shared With My School Board“ stieß, war mir sofort klar: Das brauchen wir auch in Österreich! Seine pragmatische, durchdachte Herangehensweise hat mich so begeistert, dass ich sie für unsere Gegebenheiten adaptiert habe.

Warum? Weil wir aufhören müssen, KI als Problem zu betrachten und anfangen sollten, sie als Chance zu begreifen.

Der österreichische Schulalltag: Zwischen Kreide und KI

Stellen Sie sich vor:

  • Szenario 1: Lisa, 8. Klasse, gibt ihre Deutsch-Interpretation ab. Perfekte Sprache, brillante Analyse. Nur: Hat das wirklich Lisa geschrieben oder ChatGPT?
  • Szenario 2: Max hat Legasthenie und nutzt KI-Rechtschreibhilfen. Ist das „schummeln“ oder sinnvolle Unterstützung?
  • Szenario 3: Lehrerin Frau Müller erstellt mit KI individualisierte Arbeitsblätter für 25 Schüler in 10 Minuten. Revolutionär oder problematisch?

Ohne klare Richtlinien navigieren wir im Nebel.

Warum österreichische Schulen JETZT handeln müssen

1. Die Schüler sind uns voraus

Während wir noch diskutieren, nutzen 70% der Jugendlichen bereits KI-Tools. Ohne Anleitung. Ohne Regeln. Ohne ethische Reflexion.

2. Rechtssicherheit für Lehrkräfte

„Darf ich KI für die Unterrichtsvorbereitung nutzen?“ „Wie bewerte ich KI-unterstützte Arbeiten?“ „Was ist mit dem Datenschutz?“

Ohne Richtlinien stehen Pädagogen im Regen.

3. Chancengleichheit gewährleisten

KI kann Bildungsungleichheit verstärken – oder sie verringern. Je nachdem, wie wir sie einsetzen.

4. Zukunftskompetenz entwickeln

KI-Kompetenz ist die neue digitale Grundbildung. Wer sie nicht vermittelt, bereitet Schüler schlecht auf die Zukunft vor.

Die österreichische Lösung: Praxis statt Panik

Basierend auf Whitakers Ansatz habe ich eine praxistaugliche KI-Richtlinie für österreichische Schulen entwickelt. Sie ist:

Transparent: Jeder weiß, was erlaubt ist und was nicht
Praktisch: Konkrete Handlungsanleitungen für den Schulalltag
Flexibel: Pädagogische Freiheit bleibt erhalten
Zukunftsorientiert: Bereitet auf die digitale Welt vor
DSGVO-konform: Österreichische Datenschutzbestimmungen im Fokus

Die Game-Changer: Was diese Richtlinie anders macht

🎯 Klarheit statt Chaos

  • Präzise Definitionen (Generative vs. unterstützende KI)
  • Konkrete Erlaubnisse und Verbote
  • Transparente Kennzeichnungspflicht

🤝 Dialog statt Diktat

  • Schüler werden in die Regelentwicklung einbezogen
  • Lehrkräfte behalten pädagogische Autonomie
  • Eltern werden informiert und eingebunden

🔄 Evolution statt Revolution

  • Jährliche Überprüfung und Anpassung
  • Fortbildungen für Lehrkräfte
  • Lernen aus Erfahrungen

⚖️ Balance statt Extreme

  • Weder KI-Euphorie noch KI-Panik
  • Sowohl Chancen als auch Risiken im Blick
  • Technologie im Dienst der Pädagogik

Konkret werden: Was passiert ab morgen?

Für Schulleitungen:

  1. Sofort: KI-Arbeitsgruppe gründen
  2. Woche 1: Ist-Analyse der aktuellen KI-Nutzung
  3. Woche 2-4: Richtlinie adaptieren und anpassen
  4. Monat 2: Schulung der Lehrkräfte
  5. Monat 3: Implementierung mit Pilotklassen

Für Lehrkräfte:

  • Eigene KI-Kompetenz aufbauen
  • Mit Kollegen vernetzen und austauschen
  • Schüler als Partner, nicht als „Gegner“ sehen
  • Experimentieren und lernen

Für Schüler:

  • Ehrliche Kommunikation über KI-Nutzung
  • Kritisches Denken entwickeln
  • Ethische Reflexion üben
  • KI als Bildungsinnovation und nicht als Ersatz verstehen

Die Österreich-Besonderheiten: Was anders ist

Im Vergleich zum US-Original habe ich folgende Adaptionen vorgenommen:

🇦🇹 DSGVO-Fokus: Strenge Datenschutzbestimmungen berücksichtigt
🇦🇹 Bildungssystem-Anpassung: An österreichische Schulstrukturen angepasst
🇦🇹 Kultureller Kontext: Österreichische Bildungswerte integriert
🇦🇹 Rechtlicher Rahmen: Österreichisches Schulrecht beachtet

Der Realitätscheck: Häufige Einwände (und meine Antworten)

„Wir haben keine Zeit für sowas!“ → Sie haben keine Zeit, NICHT zu handeln. KI-Chaos kostet mehr Zeit als KI-Struktur.

„Unsere Lehrkräfte sind nicht fit genug!“ → Perfekt! Dann fangen wir mit der Weiterbildung an. Niemand wird als KI-Experte geboren.

„Das ist zu kompliziert für unsere Schule!“ → Die Richtlinie ist bewusst einfach gehalten. Start small, think big.

„KI gehört nicht in die Schule!“ → KI IST bereits in der Schule. Die Frage ist nur: Mit oder ohne Ihr Zutun?

Call-to-Action: Ihr nächster Schritt

Liebe Pädagoginnen und Pädagogen,

die KI-Revolution findet nicht irgendwann statt. Sie passiert JETZT. In diesem Moment. Während Sie diesen Artikel lesen.

Sie haben zwei Optionen:

  1. Option A: Weitermachen wie bisher und hoffen, dass das Problem von alleine verschwindet
  2. Option B: Proaktiv handeln und die Zukunft Ihrer Schule mitgestalten

Ich weiß, für welche Option ich mich entscheide.

Ihre Hausübung (ja, auch für Erwachsene! 😉)

  1. Heute: Diskutieren Sie mit 3 Kollegen über KI in der Schule
  2. Diese Woche: Laden Sie die KI-Richtlinie herunter (PDF am Ende des Artikels)
  3. Nächste Woche: Vereinbaren Sie einen Termin mit Ihrer Schulleitung
  4. Nächster Monat: Starten Sie Ihre erste KI-Fortbildung

Die Zukunft wartet nicht

Während andere Länder bereits KI-Strategien für Schulen entwickeln, dürfen wir in Österreich nicht den Anschluss verlieren. Wir haben die Chance, zu den Vorreitern zu gehören – nutzen wir sie!

Die Frage ist nicht, OB Ihre Schule eine KI-Richtlinie braucht. Die Frage ist, WANN Sie damit anfangen.


P.S.: Falls Sie immer noch bei der 30-Sekunden-Challenge von oben hängen: Keine Sorge, das ist normal. Aber lassen Sie uns das ändern. Zusammen. Jetzt.

P.P.S.: Die komplette „Richtlinie zur Nutzung von Künstlicher Intelligenz an der Schule“ gibt’s als kostenloses PDF zum Download. Einfach, verständlich, sofort umsetzbar.


Über den Autor:
Mario Engel ist Initiator des Fernstudiums zum diplomierten Mediendidaktiker und brennt für innovative Bildungskonzepte. Wenn er nicht gerade KI-Richtlinien adaptiert, entwickelt er Strategien für die digitale Transformation in der Bildung. Auch dieser Artikel wurde mit Hilfe von CLAUDE AI verfasst.

Download: 📥 [KI-Richtlinie für österreichische Schulen – PDF] (Creative Commons CC BY 4.0)


Haben Sie Fragen zur KI-Richtlinie? Brauchen Sie Unterstützung bei der Implementierung? Schreiben Sie mir – ich helfe gerne!

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Legasthenie und KI: Es muss nicht so kompliziert sein

Von der Rechtschreibprüfung zur digitalen Revolution – wie Technologie Menschen mit Legasthenie seit drei Jahrzehnten empowert.

Es muss nicht so kompliziert sein. Diese sechs Worte fassen perfekt zusammen, was KI für Menschen mit Legasthenie bedeutet. Was früher mühsam, frustrierend und oft beschämend war, wird durch moderne Technologie zu einem natürlichen, fließenden Prozess.

Meine persönliche KI-Revolution

Als ich vor kurzem meinen Server des EÖDL (Ersten Österreichischen Dachverband Legasthenie) upgraden musste, griff ich zu meinem neuen Assistenten – CHATTY, wie ich ChatGPT liebevoll nenne. $20 im Monat für einen Mitarbeiter, der nie müde wird, nie ungeduldig seufzt und immer präzise Antworten gibt. Genau das, was Menschen mit Legasthenie seit Jahrzehnten gebraucht hätten.

Die Parallele ist verblüffend: Was CHATTY für mich als IT-Fachmann leistet – komplexe technische Probleme in einfache Lösungen verwandeln – das macht moderne KI für jeden Menschen mit Legasthenie beim Schreiben, Lesen und Kommunizieren.

1990: Als Computer zu Helfern wurden

Erinnern Sie sich an die roten Wellenlinien unter falsch geschriebenen Wörtern in MS Word? Für die meisten waren sie eine kleine Hilfe. Für Menschen mit Legasthenie waren sie Befreiung. Plötzlich konnte man schreiben, wie man dachte, ohne bei jedem Wort zu stocken.

Sarah M., heute eine erfolgreiche Journalistin, beschreibt es so: „Die Rechtschreibprüfung gab mir den Mut, längere Texte zu verfassen. Meine Ideen mussten nicht mehr an der Rechtschreibung scheitern.“

Das war der Beginn einer technologischen Revolution, die Menschen mit besonderen Lernbedürfnissen systematisch empowerte. Nicht therapierte, nicht „heilte“ – empowerte.

Von Clippy zu ChatGPT: Eine Erfolgsgeschichte

Die Evolution war beeindruckend:

  • 90er Jahre: Rechtschreibprüfung in MS Word
  • 2000er: Grammatikprüfung und erste Online-Tools
  • 2010er: Grammarly und browserbasierte Assistenten
  • 2020er: KI-Assistenten, die Kontext verstehen

Heute haben wir erreicht, was vor 30 Jahren undenkbar war: KI-Systeme, die nicht nur korrigieren, sondern mitdenken. Sie verstehen Absichten, schlagen Verbesserungen vor und helfen dabei, Gedanken in perfekte Texte zu verwandeln.

Es muss nicht kompliziert sein: Die KI-Revolution

Hier liegt der Kernpunkt: Moderne KI macht das Schreiben so einfach wie das Sprechen. Menschen mit Legasthenie können ihre Ideen in natürlicher Sprache eingeben und erhalten strukturierte, fehlerfreie Texte zurück.

Will Trent: Wie ich Hollywood über Legasthenie aufklärte

2018 kontaktierte mich Daniel T. Thomson von der amerikanischen TV-Produktion. Er arbeitete an der Will Trent-Serie und brauchte Expertise über die Stärken erwachsener Menschen mit Legasthenie. Was ich ihm erklärte, revolutionierte die Darstellung von Legasthenie im Fernsehen:

  • Legastheniker sind keine Autisten – sie haben außergewöhnliche Empathiefähigkeiten
  • Sie behalten den Überblick, während andere sich in Details verlieren
  • Sie nutzen Hilfsmittel ohne Scham (Will Trent verwendet ein Diktiergerät)
  • Legasthenie ist unabhängig von Intelligenz

Ramón Rodríguez brachte diese Erkenntnisse meisterhaft auf die Leinwand. Die Serie zeigt: Menschen mit Legasthenie sind nicht benachteiligt – sie sind Pioniere einer anderen Art zu denken und zu arbeiten.

Mythen aufräumen: LRS ist nicht Legasthenie

Ein häufiger Irrtum: Die Gleichsetzung von Legasthenie mit allgemeiner Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS). Das ist grundlegend falsch.

  • LRS: Kann durch Krankheit, mangelnde Übung oder familiäre Probleme entstehen. Lässt sich oft durch verstärktes Üben beheben.
  • Legasthenie: Ist genetisch bedingt und bedeutet eine andere Art der Informationsverarbeitung. Etwa 15% der Weltbevölkerung sind betroffen.

Wie Dr. Astrid Kopp-Duller bereits 1995 definierte: „Legasthene Menschen haben eine besondere Informationsverarbeitung und dadurch bedingt eine besondere Lernfähigkeit.“

Die dunkle Seite: Abhängigkeit als Scheinheiligkeit

Kritiker warnen vor „zu starker Abhängigkeit“ von KI-Tools. Das ist Scheinheiligkeit. Niemand würde einem Kurzsichtigen die Brille verweigern oder einem Gehörlosen das Hörgerät – warum sollten Menschen mit Legasthenie auf ihre digitalen Hilfsmittel verzichten?

Die Wahrheit ist: KI macht Menschen mit Legasthenie nicht abhängig – sie macht sie unabhängig. Unabhängig von der Angst vor Rechtschreibfehlern, unabhängig von der Scham beim Schreiben, unabhängig von den Barrieren, die das traditionelle Bildungssystem aufgebaut hat.

Paradigmenwechsel: Von Defizit zu Diversität

In meiner Arbeit als Medienpädagoge sehe ich täglich, wie sich die Perspektive wandelt. Statt Rechtschreibung zu pauken, konzentrieren wir uns auf Kreativität, kritisches Denken und Ideenentwicklung.

Prof. Michael Schulze bringt es auf den Punkt: „Wenn KI die technischen Aspekte des Schreibens übernimmt, können wir uns auf das konzentrieren, was Menschen auszeichnet: Kreativität und originelle Gedanken.“

Erfolgsgeschichten: Von Andersen bis Einstein

Die Liste der erfolgreichen Menschen mit Legasthenie ist beeindruckend:

  • Albert Einstein dachte visuell und revolutionierte die Physik
  • Steve Jobs nutzte seine kreative Denkweise für Apple
  • Richard Branson gründete die Virgin Group
  • Hans Christian Andersen fand durch einfache Sprache zu Weltruhm

Was alle gemeinsam haben: Sie nutzten ihre andere Art zu denken als Stärke, nicht als Schwäche

Fazit: Von der Stigmatisierung zur Superpower

Es muss nicht so kompliziert sein. Diese Erkenntnis durchzieht die gesamte technologische Entwicklung der letzten 30 Jahre. Was einst als Schwäche stigmatisiert wurde, erweist sich heute als Stärke in einer KI-unterstützten Welt.

Menschen mit Legasthenie waren schon immer Pioniere – Pioniere alternativer Denkweisen, kreativer Problemlösungen und innovativer Ansätze. Jetzt sind sie Pioniere der KI-Revolution.

In einer Welt, in der Maschinen die technischen Aspekte des Schreibens übernehmen, sind es die menschlichen Qualitäten – Empathie, Kreativität, innovatives Denken – die zählen. Und genau darin sind Menschen mit Legasthenie Weltmeister.

Die Botschaft ist klar: Legasthenie ist kein Hindernis für Erfolg – es ist ein Turbo für Innovation. Mit KI als Verstärker können Menschen mit Legasthenie ihre wahren Superpowers endlich entfalten.

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Die neuen Suchmaschinen auf dem Markt: KI-Tools im Vergleich

Ein Überblick für Mediendidaktiker

Einleitung: Vom Google-Monopol zur KI-Revolution

Google prägt seit Jahrzehnten die digitale Informationsbeschaffung. Doch KI-gestützte Tools wie ChatGPT, Google Gemini und Perplexity drängen nun auch im deutschsprachigen Raum in den Markt. Diese Systeme bieten nicht nur Antworten, sondern kontextuelle Interaktion – ein spannendes Feld für Mediendidaktiker, die digitale Kompetenzen vermitteln. Dieser Artikel vergleicht die neuen Tools anhand regionaler Beispiele und zeigt, wo sie Potenziale für Lehre und Lernen bieten.


KI-Suchmaschinen im Praxistest mit lokalem Fokus

Basierend auf einem adaptierten Vergleichstest mit fünf Kategorien:

1. Aktuelle kulturelle Ereignisse

Beispiel: „Was steht beim Wiener Opernball 2025 auf dem Programm?“

  • ChatGPT: Erklärte die Tradition des Balls, nannte Highlights wie die Eröffnungspolonaise und verlinkte Quellen wie Der Standard.
  • Perplexity: Listete alle Begleitveranstaltungen auf, vergaß aber die Dresscode-Regeln.
  • Gemini: Kurze Aufzählung ohne aktuelle Updates zur Live-Übertragung auf ORF.
    Fazit: ChatGPT eignet sich für kulturell tiefgreifende Erklärungen, etwa zur historischen Bedeutung des Opernballs.

2. Lokale Informationen

Beispiel: „Gute Mittagsrestaurants nahe Berlin Hauptbahnhof“

  • Gemini: Nutzte Google Maps-Daten für präzise Tipps wie Brasserie Colette (geöffnet) und Lokal 12.
  • Perplexity: Präsentierte stilvoll formatierte Vorschläge, darunter das bereits geschlossene Pauly Saal.
  • ChatGPT: Empfahl das TheaterCafé, das seit 2023 nur noch Abendveranstaltungen anbietet.
    Fazit: Lokale Echtzeitdaten bleiben Googles Domäne – ideal für Exkursionsplanungen.

3. Wetteranfragen

Beispiel: „Wetter in München und Schneechaos nächste Woche“

  • Perplexity: Zeigte ein Widget mit stündlicher Prognose für den Alpenraum.
  • ChatGPT: Beschrieb die 70/30-Chance für Schneefall, verwirrte aber mit englischen Einheiten („2 Zoll Schnee“).
  • Gemini: Minimalistische Darstellung ohne Warnhinweise zu möglichen Bahnausfällen.
    Fazit: Perplexity überzeugt mit klaren Visualisierungen, ChatGPT mit probabilistischen Einschätzungen.

4. Veranstaltungsempfehlungen

Beispiel: „Bundesliga-Spiele diese Woche“

  • Gemini: Korrekte Termine für Top-Spiele wie Bayern vs. Dortmund, inklusive ARD/ZDF-Streaminghinweisen.
  • ChatGPT: Übersah das DFB-Pokal-Viertelfinale zwischen St. Pauli und Gladbach.
  • Perplexity: Verwechselte Spieltage und nannte falsche Uhrzeiten für RB Leipzig vs. Frankfurt.
    Fazit: Sportdatenbanken wie Kicker.de bleiben zuverlässiger – KI-Tools benötigen noch Feintuning.

5. Produktsuche

Beispiel: „Grauer Lodenmantel mit traditionellem Steppmuster“

  • Perplexity: Verlinkte zu Trachtenlabels wie Lodenfrey und bot Filter für regionale Händler.
  • Gemini: Listete Google Shopping-Ergebnisse, darunter Outlets in Tirol, aber ohne Direktlinks.
  • ChatGPT: Zeigte ästhetische Moodboards, verknüpfte jedoch zu nicht lieferbaren Artikeln auf Etsy.
    Fazit: Klassische Suchmaschinen finden schneller seriöse Anbieter wie Sportalm oder Hirmer.

Implikationen für die Mediendidaktik

  1. KI als Kulturvermittler: Tools wie ChatGPT erklären regionale Bräuche (z. B. „Was ist ein Maibaum?“) – nutzbar für interkulturelle Projekte.
  2. Quellenkritik trainieren: Warum empfiehlt Perplexity ein geschlossenes Restaurant? Ideal für Unterrichtseinheiten zur Datenaktualität.
  3. Hybride Recherche: Kombinieren Sie KI-Analysen (z. B. „Zukunft der Buchmessen“) mit Faktenchecks via Google.
  4. Sprachliche Barrieren: KI-Tools übersetzen oft nur oberflächlich – thematisieren Sie Limitationen bei englischsprachigen Quellen.

Fazit: Google bleibt (noch) unverzichtbar

KI-Suchmaschinen sind im deutschsprachigen Raum vielversprechend, aber noch nicht ausgereift. Für Mediendidaktiker bieten sie dennoch Chancen: Sie fördern kritische Mediennutzung und zeigen, wie Algorithmen kulturelle Kontexte interpretieren. Die Zukunft liegt in der Balance – zwischen der Effizienz traditioneller Suche und der Tiefe KI-gestützter Dialoge.

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Legasthenie: Eine besondere Art der Informationsverarbeitung

Ein Podcast des Ersten Österreichischen Dachverband Legasthenie

Hallo und herzlich willkommen zu unserer heutigen Episode! Heute widmen wir uns einem Thema, das viele Menschen, besonders Kinder, betrifft: Legasthenie. Was genau ist Legasthenie? Warum wird sie oft missverstanden, und wie können wir betroffenen Kindern am besten helfen? Bleibt dran, um mehr zu erfahren!

Legasthenie wird schon seit dem 19. Jahrhundert erforscht. Die ersten, die sich mit diesem Phänomen beschäftigten, waren Mediziner. Sie betrachteten Legasthenie oft als Krankheit, und diese Sichtweise hält sich leider bis heute, sogar in der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Aber ist Legasthenie wirklich eine Krankheit? Tatsächlich sind Legasthenie und Dyskalkulie keine Krankheiten, Behinderungen oder Schwächen. Betroffene haben lediglich Schwierigkeiten, mit den üblichen Lehrmethoden in Schulen zurechtzukommen. Sie brauchen spezielle, abgestimmte Methoden, um Schreiben, Lesen und Rechnen zu lernen.

Psychologen und Soziologen haben später ebenfalls begonnen, sich mit Legasthenie zu beschäftigen. Dies führte zu einer weiteren Verbreitung der Ansicht, dass Legasthenie eine Störung sei. Doch in den letzten Jahren hat sich der Fokus glücklicherweise verschoben: Die pädagogisch-didaktische Förderung rückt immer mehr in den Vordergrund. Dr. Astrid Kopp-Duller definierte 1995 Legasthenie so: Menschen mit Legasthenie nehmen ihre Umwelt anders wahr. Ihre Aufmerksamkeit lässt nach, wenn sie auf Symbole wie Buchstaben oder Zahlen treffen, da sie diese anders verarbeiten. Dies führt zu Schwierigkeiten beim Erlernen von Lesen, Schreiben und Rechnen. 2010 ergänzte sie diese Definition und betonte, dass legasthene und dyskalkule Menschen eine besondere Informationsverarbeitung und Lernfähigkeit haben. Diese erfordert spezielle pädagogisch-didaktische Fördermaßnahmen.

Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass Legasthenie mit einer allgemeinen Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) gleichzusetzen ist. Bei LRS kann man die Fehler nicht auf differente Sinneswahrnehmungen zurückführen. LRS kann durch verschiedene Umstände wie Krankheiten, mangelnde Übung oder familiäre Probleme verursacht werden. Hier kann man oft durch verstärktes Üben gute Erfolge erzielen. Legasthenie hingegen ist meist genetisch bedingt. Verschiedene Chromosomen spielen eine Rolle bei der Vererbung. Etwa 15% der Weltbevölkerung sind von Legasthenie betroffen. In einer Schulklasse mit 20 Schülern könnten also etwa drei Kinder Legasthenie haben.

Aber ist Legasthenie wirklich eine Störung? Laut Studien sehen viele erfolgreiche Legastheniker ihre besondere Denkweise als Vorteil. Sie sind oft sehr intelligent, besonders im technischen und kreativen Bereich, und haben einzigartige Stärken und Herausforderungen. Es ist wichtig, dass Eltern und Lehrer rechtzeitig Hilfe suchen, wenn sie den Verdacht haben, dass ein Kind Legasthenie hat. Die erste Anlaufstelle sollte immer die pädagogische Diagnostik sein. Ein ausgebildeter Legasthenietrainer kann spezielle Tests durchführen und eine gezielte Förderung anbieten. Kinder mit Legasthenie brauchen viel Unterstützung, Geduld und Verständnis. Eltern sollten liebevoll Rücksicht nehmen und die Fortschritte ihrer Kinder anerkennen. Lehrer sollten geduldig sein und sich mit den besonderen Bedürfnissen der Kinder vertraut machen. Und natürlich spielen auch spezialisierte Trainer eine wichtige Rolle.

Legasthenie ist keine Krankheit, sondern eine besondere Art der Informationsverarbeitung und Lernfähigkeit. Mit der richtigen Unterstützung können legasthene Kinder großartige Erfolge erzielen und ihr volles Potenzial entfalten. Vielen Dank, dass ihr heute dabei wart! Wenn euch diese Episode gefallen hat, abonniert unseren Podcast und teilt ihn mit anderen. Bis zum nächsten Mal und bleibt neugierig!

Ich hoffe, euch hat diese Episode gefallen und ihr habt ein paar nützliche Informationen mitgenommen. Bis bald

https://legasthenie.podbean.com/e/was-ist-legasthenie

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Assistentenstelle vergeben an ChatGPT

Wie ChatGPT mir dabei hilft, komplexe IT-Probleme zu lösen und Zeit zu sparen

Ich habe einen neuen Assistenten – es hat sich einfach so ergeben.

CHATTY mein neuer Assistent

In letzter Zeit verbringe ich viel Zeit damit, die Server des EÖDL mit vielen Softwareinstallationen auf dem neuesten Stand zu halten. Das bedeutet, dass ich ständig Updates installieren muss. Leider kommt es vor, dass Firmen ihre Software nach einiger Zeit nicht mehr unterstützen wollen, selbst gegen Bezahlung. Adobe hat beispielsweise einfach Macromedia Flash aus dem Internet entfernt und damit einige unserer Bildungssoftware lahmgelegt (2020). Auch Microsoft ist nicht viel besser: nach 10 Jahren wird der Service für bestimmte Software wie Server oder lokale Betriebssysteme eingestellt. Ich muss also vieles umprogrammieren, aufsetzen und testen – auf neuen Betriebssystemen und Hardware. Auch Linux-Server müssen ständig auf dem neuesten Stand gehalten werden, ebenso wie Mailserver, PHP-Versionen und so weiter.

Was ich damit sagen möchte, ist, dass für all diese Aufgaben unglaublich viel Detail-Know-how notwendig ist. Einiges habe ich natürlich schon vergessen und muss es wieder nachlesen. Seit geraumer Zeit erledigt das einfach mein neuer Assistent:

Er gibt mir genaue und spezifische Antworten auf Fragen wie: Wie kann ich auf meinem Synology NAS neu installierte Laufwerke initialisieren? Oder: mysql_fetch_row() expects parameter 1 to be resource? Auch auf technische Fragen wie: Warum möchte phpMyAdmin nach dem Einloggen immer :80 an die Webadresse anhängen? Oder: Warum ist die geheime Passphrase in der Konfiguration (blowfish_secret) zu kurz? Was könnte noch falsch sein?

Wenn man sich diese Fragen ansieht, erkennt man, dass sie verdammt spezifisch sind. Vor 30 Jahren hätte man Handbücher verwendet und danach gesucht. Vor 20 Jahren begann Google damit, Listen von Webseiten zu präsentieren, die die Antwort enthalten könnten, neben Werbung und viel Schrott, der nicht dazu passte.

Mein neuer Assistent ChatGPT (von mir CHATTY genannt) gibt exakte und spezifische Antworten. Und sie passen. Und wenn etwas nicht passt, weil ich nicht einmal die Frage genau zu einem technischen Problem stellen kann, dann gibt CHATTY Ideen vor, was man noch alles tun könnte. Er antwortet auf Deutsch und Englisch.

In der IT-Branche fehlen in Österreich 24000 Fachkräfte. ChatGPT wird hier helfen. Bestehende Fachleute können schneller und besser arbeiten. Ich habe jedenfalls ChatGPT PRO abonniert und für $20/Monat einen neuen Mitarbeiter gewonnen.

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Ein Beruf mit Zukunft: AI prompt engineering

Wir schreiben das Jahr 2023. AI prompt engineering ist ein Beruf mit Zukunft. Ich habe mich mit dem Thema nun einige Monate intensiv beschäftigt und bin überzeugt, dass die AI (Artificial intelligence) oder auf Deutsch die Künstliche Intelligenz das Internet der letzten 25 Jahre nochmals komplett umkrempeln wird.

Prompt Engineering ist ein Prozess im Bereich der Künstlichen Intelligenz, bei dem eine oder mehrere Aufgaben in einen auf Prompts basierenden Datensatz umgewandelt werden, welcher dann von einem Sprachmodell zum Lernen genutzt wird. Wie bei den meisten Prozessen hängt die Qualität der Ausgaben von der Qualität der Eingaben ab.

Das Entwerfen effektiver Eingabeaufforderungen (prompt engineering) erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass das Modell eine Antwort zurückgibt, die sowohl günstig als auch kontextbezogen ist. Der Zweck des Prompt Engineering besteht darin, Prompts zu entwerfen, die eine gewünschte Antwort von einem Sprachmodell hervorrufen.

Einige positive Eigenschaften von Antworten, die durch gutes Prompt Engineering erreicht werden können, sind:

  • Genauigkeit: Das Modell gibt korrekte und präzise Antworten auf die gestellten Fragen oder Aufgaben.
  • Relevanz: Das Modell gibt Antworten, die tatsächlich relevant für die gestellte Frage oder Aufgabe sind.
  • Natürlichkeit: Das Modell gibt Antworten in einer natürlichen Sprache, die gut lesbar und verständlich ist.
  • Vielfalt: Das Modell gibt unterschiedliche Antworten auf die gleiche Frage oder Aufgabe, anstatt immer dieselbe Antwort zu geben.
  • Kreativität: Das Modell kann auf neue und unerwartete Fragen oder Aufgaben angemessen reagieren und kreative Lösungen anbieten.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Qualität des Modells und die Antworten immer im Zusammenhang mit den verwendeten Daten und dem Training stehen, daher ist eine gute Datenaufbereitung und -auswahl unerlässlich, um die oben genannten Eigenschaften zu erreichen.

Mit dem Aufkommen generativer KI-Tools wie GPT-3, ChatGPT, GitHub Copilot und dem bald erscheinenden GPT-4 wird geschicktes Engineering immer wichtiger.

In diesem Beitrag werden wichtige Fragen von einer KI namens ChatGPT beantwortet. Obwohl ChatGPT keine menschenähnliche Intelligenz besitzt, kann man ihr dennoch eine gewisse Intelligenz zuschreiben.

Meine Fragen wurden beantwortet von ChatGPT:

Was ist ChatGPT?

CHAT GPT ist ein Chatbot, der von OpenAI entwickelt wurde und auf maschinellem Lernen basiert. Er kann auf verschiedene Arten eingesetzt werden, um Schülern beim Lernen zu helfen oder sie zu unterhalten. Ein Schüler gibt dem Chatbot einen Prompt, indem er ihm eine Frage stellt oder ihm etwas mitteilt, und der Chatbot antwortet auf die Eingabe des Schülers.

Was ist ein Chatbot?

Ein Chatbot ist ein Computerprogramm, das in der Lage ist, menschenähnliche Konversationen zu führen. Chatbots werden oft in Online-Communities, auf Websites oder in Instant-Messaging-Anwendungen eingesetzt, um Benutzeranfragen zu beantworten oder ihnen bei der Lösung von Problemen zu helfen. Chatbots können auf verschiedene Arten programmiert werden, um menschenähnliche Konversationen zu führen, und sie werden oft verwendet, um Kundenanfragen zu beantworten oder Benutzern bei der Navigation auf einer Website zu helfen. Chatbots können auch als Unterhaltungsbot eingesetzt werden, um Benutzern Gesprächsthemen zu liefern oder sie zu unterhalten.

Was ist OpenAI?

OpenAI ist ein forschungsorientiertes Unternehmen, das sich der Erforschung und Entwicklung von künstlicher Intelligenz (KI) widmet. Es wurde 2015 von einer Gruppe von erfolgreichen Unternehmern und Investoren gegründet, darunter Elon Musk und Sam Altman, mit dem Ziel, die Fortschritte in der KI zu fördern und sicherzustellen, dass sie zum Wohle der Menschheit eingesetzt werden.

OpenAI ist bekannt dafür, große maschinelle Lernmodelle zu entwickeln, die in der Lage sind, menschenähnliche Texte zu erstellen und zu verstehen. Eines ihrer bekanntesten Modelle ist GPT-3 (Generative Pre-trained Transformer 3), das als eines der leistungsstärksten maschinellen Lernmodelle der Welt gilt. OpenAI arbeitet auch an anderen KI-Anwendungen, darunter Spiele, Robotik und maschinelles Lernen.

Beispiel für ChatGPT gefällig?

Schreibe mir eine kurze Geschichte über einen Chihuahua Ella, welcher gerne eine Ballerina werden möchte. Schreibe die Geschichte für Schüler der 3.ten Klasse Grundschule und verwende einen freundlichen Stil.

Prompt Engabe von Mario Engel (Meine Frage an ChatGPT)

Antwort von ChatGPT:

Ella war ein kleiner Chihuahua mit großen Träumen. Sie wollte unbedingt eine Ballerina werden. Jeden Tag übte sie hart, indem sie auf ihren Hinterbeinen tanzte und Pirouetten drehte.

Eines Tages beschloss sie, an einem Wettbewerb für junge Tänzer teilzunehmen. Sie trainierte noch härter und arbeitete an ihren Sprüngen und Drehungen.

Der Tag des Wettbewerbs kam und Ella war bereit. Sie trat auf die Bühne und begann zu tanzen. Sie war so elegant und anmutig, dass alle im Publikum beeindruckt waren.

Am Ende des Wettbewerbs wurde Ella zur Gewinnerin gekürt. Sie hatte ihren Traum erfüllt und war eine echte Ballerina geworden.

Von diesem Tag an tanzte Ella in vielen Shows und Aufführungen. Sie inspirierte viele andere Tiere, ihre Träume zu verfolgen und hart zu arbeiten, um sie zu erreichen.

Künstliche Intelligenz und Kunst mit DALL-E

Um die Geschichte zu vervollständigen habe ich von DALL-E einem weitern KI-Programm von OpenAI einen Chihuahua zeichnen lassen mit folgenden Prompt: Watercolor a short hair brown chihuahua as ballerina in town square.

Die Eingabe wäre natürlich auch in Deutsch möglich gewesen. Dall-E oder ChatGPT akzeptieren 95 verschiedene Sprachen und auch gemischte Eingaben in einem Mix dieser Sprachen. Das Ergebnis von Dall-e kann sich wirklich sehen lassen:

DALL-E: Watercolor a short hair brown chihuahua as ballerina in town square

Dieser Beitrag ist nur ein Anschneiden von einer Technologie, welche uns in den nächsten Monaten und Jahren beschäftigen wird. Insbesondere wird sich der Unterricht von Schülern und Studenten ändern müssen. Aufsätze schreiben sich ab sofort von selbst ….

Hier einige weitere redaktionellen Beiträge zu diesem Thema:

Das Ende der irrelevanten künstlichen Intelligenz Spiegel

Warum ein Chatbot global für Furore sorgt und sich jetzt die Kritik mehrt Kleine Zeitung

Warum wir in den Schulen zu Tafel und Kreide zurückkehren sollten Kleine Zeitung

„ChatGPT“: Künstliche Intelligenz sorgt für Staunen ORF.at

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Fernlernen vom Feinsten

Ich habe hier einige USA und UK Websites zusammengestellt, die es wirklich wert sind, besucht zu werden. An Learnedy.com und Fernfoerderung.com habe ich als Projektleiter mitgearbeitet.

Learnedy

https://parents.learnedy.com/
Learning that really works! Free access for parents for up to 4 children. The sophisticated educational support diagnostic has been developed over the last 30 years. Kindergarten through grade 1/2/3/4 in Mathematics and English. No ads.

Fernfoerderung

https://eltern.fernfoerderung.com

Mit der pädagogischen Online-Förderdiagnose für die Fächer Deutsch und Mathematik in der Grundschule können Sie mühelos und in Minuten feststellen, ob Ihr Kind ein gezieltes Lernmaterial benötigt. Ein individuelles Fördermaterial mit ausgewählten Übungen und Leistungskontrolle, welches digital verfügbar ist, kann in den Wintermonaten sicher wertvolle Dienste leisten. Bereits über 17000 Kinder lernen schon erfolgreich mit LFF.

FREE online education resources

A non-exhaustive list that might help those affected by school closures due to coronavirus, compiled by home educators. Feel free to share.

Toy Theater
https://toytheater.com/
Educational online games – THE BEST!!!!

Khan Academy
https://www.khanacademy.org
Especially good for maths and computing for all ages but other subjects at Secondary level. Note this uses the U.S. grade system but it’s mostly common material.

BBC Learning
http://www.bbc.co.uk/learning/coursesearch/
This site is old and no longer updated and yet there’s so much still available, from language learning to BBC Bitesize for revision. No TV licence required except for content on BBC iPlayer.

Futurelearn
https://www.futurelearn.com
Free to access 100s of courses, only pay to upgrade if you need a certificate in your name (own account from age 14+ but younger learners can use a parent account).

Openlearn
https://www.open.edu/openlearn/
Free taster courses aimed at those considering Open University but everyone can access it. Adult level, but some e.g. nature and environment courses could well be of interest to young people.

Blockly
https://blockly.games
Learn computer programming skills – fun and free.

Scratch
https://scratch.mit.edu/explore/projects/games/
Creative computer programming

Ted Ed
https://ed.ted.com
All sorts of engaging educational videos

National Geographic Kids
https://www.natgeokids.com/uk/
Activities and quizzes for younger kids.

Duolingo
https://www.duolingo.com
Learn languages for free. Web or app.

Mystery Science
https://mysteryscience.com
Free science lessons

The Kids Should See This
https://thekidshouldseethis.com
Wide range of cool educational videos

Crash Course
https://thecrashcourse.com
You Tube videos on many subjects

Crash Course Kids
https://m.youtube.com/user/crashcoursekids
As above for a younger audience

Crest Awards
https://www.crestawards.org
Science awards you can complete from home.

iDEA Awards
https://idea.org.uk
Digital enterprise award scheme you can complete online.

Paw Print Badges
https://www.pawprintbadges.co.uk
Free challenge packs and other downloads. Many activities can be completed indoors. Badges cost but are optional.

Tinkercad
https://www.tinkercad.com
All kinds of making.

Prodigy Maths
https://www.prodigygame.com
Is in U.S. grades, but good for UK Primary age.

Cbeebies Radio
https://www.bbc.co.uk/cbeebies/radio
Listening activities for the younger ones.

Nature Detectives
https://naturedetectives.woodlandtrust.org.uk/naturedetect…/
A lot of these can be done in a garden, or if you can get to a remote forest location!

British Council
https://www.britishcouncil.org/school-resources/find
Resources for English language learning

Oxford Owl for Home
https://www.oxfordowl.co.uk/for-home/
Lots of free resources for Primary age

Big History Project
https://www.bighistoryproject.com/home
Aimed at Secondary age. Multi disciplinary activities.

Geography Games
https://world-geography-games.com/world.html
Geography gaming!

Blue Peter Badges
https://www.bbc.co.uk/cbbc/joinin/about-blue-peter-badges
If you have a stamp and a nearby post box.

The Artful Parent
https://www.facebook.com/artfulparent/
Good, free art activities

Red Ted Art
https://www.redtedart.com
Easy arts and crafts for little ones

The Imagination Tree
https://theimaginationtree.com
Creative art and craft activities for the very youngest.

DK Find Out
https://www.dkfindout.com/uk/…
Activities and quizzes

Twinkl

https://www.twinkl.co.uk
This is more for printouts, and usually at a fee, but they are offering a month of free access to parents in the event of school closures.

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Zwei Antworten auf die Krise…

Der Coronavirus und die damit verbundenen Maßnahmen verursachen für alle eine persönlich nie dagewesene Krisensituation. Der Mensch ist von Natur aus freiheitsliebend. Die „Gefangenschaft“ in den eigenen vier Wänden, die soziale Isolation und die fehlende persönliche Anerkennung im täglichen Leben lässt viele in eine persönliche (Lebens)krise stürzen.

In den Nachrichten kommt immer wieder das gleiche. Die Wirtschaft liegt am Boden und der Virus verbreitet sich immer mehr. Wie lange noch? Was wird kommen? …

Eigentlich kann man als Einzelner für die Allgemeinheit nicht viel tun, aber genau das „rettet“ die Welt.

Meine persönliche Antworten auf die Krise lauten: LERNEN und LÄCHELN.

Was ich mit Lernen meine, ist leicht erklärt:

  1. Sie haben endlich Zeit – keine Ausrede mehr – Sie haben so viel Zeit wie damals als Student/in.
  2. Lernen ist die beste Investition, die Sie derzeit in sich selbst tätigen können. Mit mehr Wissen können Sie mehr (nach der Krise) erreichen – nicht nur persönlich, oft auch finanziell.
  3. Finden Sie Ihre Passion – gehen Sie dazu einer bestimmten Leidenschaft nach und investieren Sie die Zeit, die es benötigt, um das dazugehörige Know-How zu erwerben.
  4. Lernen muss nicht teuer sein! Nützen Sie Youtube Universität und Google Weltwissen. Wer sich die Zeit nimmt, kann alles finden. Suchen und filtern müssen Sie genau. Das war beim Lernen eigentlich schon immer so.
  5. Lassen Sie das Lernen nicht nur für sich selbst stattfinden, sondern nützen Sie auch die einzigartige Chance, Ihre eigenen Kinder zu unterrichten. Damit erreichen Sie Respekt und Vorbildwirkung durch Ruhe und Kompetenz.
  6. Lesen und hören Sie weniger Nachrichten und studieren Sie wirkliche Lerninhalte. Das hilft gegen Ängste.

Mit dem Team des Ersten Österreichischen Dachverbandes Legasthenie und dem Team des Dachverbandes Legasthenie Deutschland habe ich in den letzten 25 Jahren viele Inhalte, Materialien, Lernprogramme und Lösungen für Eltern, Lehrer und Betroffene mitgestalten dürfen. Um diese Inhalte modern, sicher und zielgerecht im Internet abbilden zu können, musste ich täglich nicht nur arbeiten, sondern vor allem kontinuierlich dazulernen.

Für dieses Lernen, neue Dinge zu studieren, nehme ich mir auch heute noch täglich Zeit!

Meine zweite Antwort auf die Krise lautet: Positiv sein und lächeln!

Anleitung: Lächeln Sie den Mensch in Quarantäne neben ihnen, den Mensch über Facetime Ihnen gegenüber oder die wenigen Menschen beim täglichen Spazieren, die sie flüchtig sehen, einfach an.

This made my day!

Ein freundliches Lächeln kann einem anderen Menschen den ganzen Tag verbessern. So einfach!